Es gibt das Spiel von Sein und Schein, in dem wir gefangen sind, und es gibt das knatternde Sommertheater, in dem wir uns davon erholen können. Man kontempliert vor sich hin, während sich der aufgeheizte Hirnschwamm langsam mit dem Kaltgetränk vollsaugt. Bis die Abendkühle aufsteigt, hängt man sein Dasein wie einen Mantel an der Mondsichel auf und wirft sich gedanklich zwischen die Flügel der kurvenden Tauben oder der tanzenden Mücken. Der beißende Geruch von Insektenmittel reißt den Weltflüchtling verlässlich zurück und gehört unbedingt zum Erlebnis. Blut, Mord, Schuld und Juckreiz – wir entkommen den irdisch-menschlich-kreatürlichen Zusammenhängen nicht.

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