Nachruf

Deutsches Theater, Burg und Berliner Ensemble: Der Schauspieler Roman Kaminski ist gestorben

Der gebürtige Sachse Roman Kaminski hat in seiner Laufbahn die stärksten Ensembles des deutschsprachigen Theaters geprägt. Nun ist er mit 74 in Berlin gestorben

Roman Kaminski (1951–2025). Hier als Kurfürst von Brandenburg mit seiner jungen Kollegin Antonia Bill (Prinzessin von Oranien) in Claus Peymanns Inszenierung „Prinz Friedrich von Homburg“ im Berliner Ensemble (2017)
Roman Kaminski (1951–2025). Hier als Kurfürst von Brandenburg mit seiner jungen Kollegin Antonia Bill (Prinzessin von Oranien) in Claus Peymanns Inszenierung „Prinz Friedrich von Homburg“ im Berliner Ensemble (2017)imago stock&people

Der Schauspieler Roman Kaminski ist am 28. Dezember im Alter von 74 Jahren in Berlin gestorben, das meldet das Theaterkritikportal nachtkritik.de unter Berufung auf sein persönliches Umfeld. Kaminski, geboren 1951 in Radebeul, hat nach einer Lehre zum Schriftsetzer eine Ausbildung zum Schauspieler in Ost-Berlin absolviert. Er wurde noch von der Schauspielschule weg am Deutschen Theater engagiert und debütierte in der Regie von Friedo Solter als Prinz Ferdinand in Shakespeares letzter und metaphysischster Tragödie „Der Sturm“. Seine produktivsten künstlerischen Jahre erlebte Kaminski im Ensemble des Deutschen Theaters und hier vor allem in den wichtigsten Inszenierungen von Alexander Lang, unter anderem in Heiner Müllers „Philoktet“ (1977), als Lysander im „Sommernachtstraum“ (1980) und als Desmoulins in Büchners „Dantons Tod“ (1981).

Berliner Zeitung

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