Keine 20 Minuten nahm die offizielle Vorstellung der künftigen Intendantin des Gorki-Theaters am Donnerstagnachmittag im Spiegelfoyer des Hauses in Anspruch. Der Kultursenator Joe Chialo (CDU) versäumte es nicht, der seit 2013 amtierenden Intendantin Shermin Langhoff und ihrem Team „tief“, „aus tiefstem Herzen“ und noch einmal „zutiefst“ zu danken – dafür, dass sie das Haus in der Mitte Berlins als postmigrantisches Theater definiert und in der ganzen Welt bekannt gemacht habe.
Das gebietet der Anstand und wirft zugleich die Frage auf, warum Langhoff denn dann im Sommer 2026 gehen und von der 1976 in Istanbul geborenen und seit 2004 in Berlin lebenden Architektin, Dramaturgin und Kuratorin Çağla Ilk beerbt werden soll.

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