Da hat sie natürlich recht: Wenn mehr Leute öfter zu Hause blieben, so Christiane Rösinger, gäbe es auch weniger Unglück. Jedenfalls dann, wenn diese Leute so glücklich erfüllt und nichts tuend auf ihren geräumigen Ottomanen liegen bleiben und sich in die Maserung der Holztäfelung vertiefen könnten, wie die Grande Dame des Kreuzberger „Indie-Schrammelpop“ das dieser Tage im Hebbel am Ufer (Hau 1) tut.
Alle Seiten der Bühne sind dort wie im großbürgerlichen Boudoir mit drapierten Stoffbahnen verhängt, als wolle sie sich doppelt abschotten gegen die Kälte der Welt. Während links und rechts ihrer Liegelandschaft ein großes Orchester platziert ist, das eine Art romantisch-ironisches Spalier aus musizierenden Fledermausmenschen bildet.

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