Berlin

Sarah Wedl-Wilsons Abgang: Es rächt sich, wenn man ideologische Kulturpolitik macht

Nach der Rüge des Rechnungshofes tritt die Kultursenatorin zurück. Sie trägt die Verantwortung, aber nicht allein. Die CDU muss endlich aus dem Kulturkampfmodus finden.

Sarah Wedl-Wilson (parteilos) verkündet ihren Rücktritt vom Amt der Kultursenatorin.
Sarah Wedl-Wilson (parteilos) verkündet ihren Rücktritt vom Amt der Kultursenatorin.dpa

Der Knüppel schwebte schon über dem Esel, da versuchte ein Sack aufzusteigen. Ein Bursche eilte herbei, um den Sack davon abzuhalten. Der Sack aber ließ sich nicht beirren, schickte den Burschen mit einem Tritt fort und schwang sich hinauf. Kaum lag er auf dem Rücken des Tieres, das den Unmut des Volkes auf sich gezogen hatte, sausten die Prügel, die dem Tier gelten sollten, auf den Sack nieder. Der Bursche ist der Staatssekretär, der Sack ist die Senatorin, der Esel ist die CDU. Pardon, es klingt uncharmant, aber so sagt es das Gleichnis.

Berliner Zeitung

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