Das Engagement der Deutschen Oper Berlin für das Musiktheater nach Wagner ist eine wunderbare Sache. Die Richard-Strauss-Trilogie, die Tobias Katzer inszeniert hat, Franz Schrekers „Schatzgräber“, Alexander Zemlinskys „Zwerg“, Erich Wolfgang Korngolds „Wunder der Heliane“ und nun am Sonntag seine mit 18 Jahren komponierte „Violanta“ erregen großes Interesse.
Musik, die vom sogenannten Fortschritt – in Wirklichkeit nur einer eindimensionalen Lesart des Fortschrittlichen – links liegengelassen wurde, überholt diesen nun rechts mit ihrer kulinarischen Üppigkeit, ihrer Fantastik und natürlich auch mit den in ihnen gespeicherten Erinnerungen an das geistig wilde, zugleich einigermaßen unschuldige 20. Jahrhundert vor Hitler.

Mit einem Abo weiterlesen
- Zugriff auf alle B+ Inhalte
- Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
- Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein B-Plus? Melden Sie sich an
Doch lieber Print? Hier geht's zum Abo Shop
