Berlin

Till Lindemanns Ex-Gitarristin: „Berliner Hardcore-Techno hat mein Leben verändert“

Dani Sophia gilt als virtuose Gitarristin. Was man bisher nicht wusste: Dass sie fasziniert ist vom Berliner Mauerfall – und wie er Techno den Weg bereitet hat.

Passionierte Gitarristin: Danielle „Dani“ Sophia
Passionierte Gitarristin: Danielle „Dani“ Sophiadanisophia.official/instagram

Wer hätte das gedacht? Danielle „Dani“ Sophia liebt Techno! 2025 war die junge US-Amerikanerin Live-Gitarristin auf Till Lindemanns Festival-Tournee. Wohlgemerkt ohne Rammstein, sondern bei Lindemann „solo“. Queens Of The Stone Age zählen zu ihren Fans. Online verrät Dani Sophia immer wieder faszinierende Tricks zum Gitarrenspiel. Dort konnte man auch schon erfahren, dass sie die Oper und Tschaikowski verehrt. Aber Berliner Techno?

In einer ihrer jüngsten Instagram-Storys beschreibt Sophia tatsächlich ihre tiefe Begeisterung für Berliner Electro und dessen prägenden Einfluss auf ihr eigenes Schaffen: „Hardcore-Techno aus Berlin hat buchstäblich mein Leben verändert“, schreibt Sophia. Insbesondere hebt sie den in Berlin lebenden DJ und Produzenten namens Klangkuenstler hervor: „Hört ihn euch an, falls ihr das noch nicht getan habt. Wahnsinns-Sachen!“

„Berlin erinnert mich an die Wald-Raves in Texas“

Insgesamt hebt Sophia in ihrem Text den für sie faszinierenden Kontrast hervor, dass  Berliner Techno trotz seiner rein technologischen Basis eine zutiefst „instinktive“ und „urwüchsige“ Energie ausstrahle. Diese rohe Atmosphäre vergleicht sie mit ihren persönlichen Erfahrungen auf texanischen Wald-Raves, bei denen die körperliche Hingabe im Vordergrund gestanden habe –„wo einfach alle wie verrückt schwitzen, gegeneinander stoßen, im Mondlicht tanzen und sich dem Fluss der Vereinigung hingeben“.

Darüber hinaus lobt Sophia die europäische Rave-Kultur dafür, dass sie die intellektuelle Synthese von Klängen mit einer hemmungslosen Feierkultur in verlassenen Industriehallen erfolgreich vereint habe. Letztlich dient die historische Entwicklung der deutschen Elektronikszene offenbar sogar als wesentliche Motivationsquelle für ihre künstlerische Identität: „Sie waren Pioniere in der Entwicklung in Deutschland – und die Entstehung ihrer Rave-Kultur parallel zur Geschichte der Berliner Mauer ist faszinierend.“

Das Wörtchen „faszinierend“ schreibt sie dabei in Kapitälchen. Eines dürfte wohl sicher ein: Wenn es Dani Sophia wieder nach Europa verschlägt (vielleicht ja im Rahmen einer Tour?), darf man sie wohl ziemlich sicher im Berghain oder auf einem Berliner Outdoor-Rave erwarten. Mondlicht, Schweiß und Katharsis-Energie im Bass.