Eine Netflix-Doku zum eigenen Selbstbild zu haben, scheint Prominenten inzwischen wichtiger zu sein als eine Wachsfigur bei Madame Tussauds, ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame oder eine Goldene Schallplatte. Die Fans müssen bei der Stange gehalten werden, denn sie gieren nach Seelenstriptease und werden im Glauben gelassen, via Streaming ihren Stars ganz nah zu kommen. Diese wiederum haben mit dieser Art Selbstbiografie das beste PR-Instrument in der Hand und können sich – wie im Falle der seinerzeit in Ungnade gefallenen Meghan Markle – die Deutungshoheit über die eigene Geschichte zurückerobern. Den Versuch ist es jedenfalls wert.

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