Ruhe als Widerstand

Max Richter erklärt, warum „Sleep“ mehr ist als ein Werk zum Einschlafen

Mit „Sleep“ hat Max Richter vor zehn Jahren die bis dato längste Komposition aufgenommen. Gemacht für besseren Schlaf. Was bedeutet das Stück noch in Zeiten, die uns den Schlaf rauben?

„Ich schlafe gut, das ist tatsächlich das, was ich am besten kann“: Max Richter
„Ich schlafe gut, das ist tatsächlich das, was ich am besten kann“: Max RichterRory van Millingen

Beraten vom amerikanischen Neurowissenschaftlicher David Eagleman, hat der Komponist Max Richter 2015, damals noch wohnhaft in Berlin, mit „Sleep“ ein Stück zum Träumen geschrieben. Acht Stunden lang, also perfekt für die mustergültige Nachtruhe. Mittlerweile hat sich ein großer Kult um Richters Ambient-Komposition entsponnen. Sogar mit Nacht-Konzerten, wie schon in Berlin, Los Angeles, Sydney, Paris und unlängst in London: Hunderte einander fremde Menschen übernachten gemeinsam in Luxus-Feldbetten, während Richter sie wissenschaftlich fundiert mit den richtigen Frequenzen in den Schlaf geleitet. Vielleicht ja, weil die Gegenwart, in der wir leben, uns ansonsten den Schlaf raubt?

Berliner Zeitung

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