Rockmusik aus der Zone? Mit elektrischen Gitarren? Die Manager der großen Plattenfirmen in München, Frankfurt am Main und Köln haben 1976 nur Spott oder Mitleid für Peter Schimmelpfennig übrig, als der ihnen die Musik der Puhdys anbietet. Ob Ariola, CBS oder Electrola, keine will einen Plattendeal. Dabei hatte der 32-jährige Musikpromoter geglaubt, er würde in eine Marktlücke stoßen.
Im Autoradio hatte er auf der Transitstrecke zwischen Hamburg und Westberlin den Puhdys-Hit „Geh zu ihr“ gehört. Der Song mit dem ungewohnten Text blieb ihm im Kopf. Er besuchte Auftritte der Puhdys im Westen, die damals nur auf linken Parteifesten spielten, übernachtete mit ihnen im selben billigen Hotelzimmer und wurde beim VEB Deutsche Schallplatten in Ost-Berlin vorstellig. Die Genossen witterten Devisen und erlaubten ihm, für stolze 25.000 DM die Musik der Puhdys im westlichen Ausland zu vertreiben.

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