Erinnerungen sind so einflussreich und luftig, so prägend und unzuverlässig, und immer das, worauf sich der Mensch am allermeisten verlassen wird – und wenn man selbst merkt, dass da etwas nicht in Ordnung ist, wird man vielleicht schon hilflos, verzweifelt und wütend. Mit den Erinnerungen der anderen ist es etwas anderes. Da spürt man, wie dürftig sie sind, oft auch: wie unwahrscheinlich. Wenn es um die eigene Familie geht, gibt es diesen Moment, in dem man darauf lauert, selbst ins Spiel zu kommen.