Rabat im Jahr 1980. Die hochschwangere Aϊcha sitzt mit Wehen auf dem Sofa, trinkt Champagner und raucht, während ihr Mann im Fernsehen das Finale des Afrika-Cups anschaut. Er will nicht gestört werden und sie will nicht ins Krankenhaus. Sie kennt es gut, als Gynäkologin arbeitet sie ja dort, eine moderne Ärztin in einem schlecht ausgestatteten Kreißsaal.
Natürlich weiß sie, dass Zigaretten und Alkohol nicht die beste Geburtsvorbereitung sind, aber wir befinden uns im neuen Roman der marokkanisch-französischen Schriftstellerin Leïla Slimani, die Menschen genau so widersprüchlich und inkonsequent zeigt, wie sie eben oft sind. Ihre Bücher werden dafür geliebt und geehrt.

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