Europäisches Erzählen

„Was nicht gesagt werden kann“: Booker-Prize für einen Roman zwischen Ungarn und England

David Szalay erzählt von einem formbaren Mann ohne markante Eigenschaften. Das Denken überlässt er den Lesern – und das wühlt auf. Am Dienstag kommt der Autor nach Berlin.

David Szalay am 10. November 2025 mit der Trophäe zum Booker-Prize
David Szalay am 10. November 2025 mit der Trophäe zum Booker-PrizeWiktor Szymanowicz/imago

Nimmt man den vor knapp zwei Wochen mit der wichtigsten britischen Literaturauszeichnung, dem Booker-Preis, bedachten Roman zu Hand, begegnet einem erstaunlich viel Inhaltsbeschreibung auf der Rückseite. Zwar heißt das Buch „Was nicht gesagt werden kann“, doch lässt sich eine Menge vorab sagen, ohne dass es das Leseerlebnis beschädigt. David Szalay gibt dem Weg seines Helden István dann noch einige Wendungen mehr – als wirklich ungewöhnlich an dem Buch aber erweist sich die Art der Darstellung.

Berliner Zeitung

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