Abhängigkeit

Wie eine Flasche Wodka alles entschied: Der starke Roman „Entzug“

Christoph Peters dachte lange, Alkohol gehöre zur Kreativität dazu. Beinahe hätte er das Schreiben, seine Frau, sein Kind und sich selbst verloren. Die Buchkritik.

Der  Schriftsteller Christoph Peters in seiner Wohnung in Berlin
Der Schriftsteller Christoph Peters in seiner Wohnung in BerlinPeter von Felbert

Wenn Christoph Peters auf Lesereise geht mit seinem neuen Buch, werden vielleicht Leute im Publikum interessiert schauen, ob er denn wirklich nur ein Wasserglas neben sich hat. Das liegt am Thema.

Sein neuestes Buch „Entzug“ ist in zwei Teile gegliedert. „Trinken“ heißt der erste. „Nicht trinken“ der zweite. Peters schreibt als Ich von seinen Erfahrungen mit Alkohol und von der Anstrengung, davon wieder loszukommen. Das wird Menschen etwas angehen, bei denen kein Tag ohne Feierabendbier oder Entspannungswein ausklingt. Bedeutsam ist dieser „Entzug“ allerdings auch für Leser, die sich für ungefährdet halten, irgendeiner Sucht zu verfallen. Das liegt an der literarischen Gestaltung des Stoffs.

Berliner Zeitung

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