Literatur

Anthologie über das Massenaussterben: Warum es der Artenvielfalt hilft, wenn wir den Humor behalten

Ahnenkult: Die Anthologie „Wir dachten, wir könnten fliegen“ hält ein paar ausgestorbene Arten noch ein bisschen fest. Interview mit dem Herausgeber Matthias Jügler.

Der Pyrenäen-Steinbock sieht uns an, dabei gibt es seine Art nicht mehr.
Der Pyrenäen-Steinbock sieht uns an, dabei gibt es seine Art nicht mehr.Illustration aus dem Buch von Barbara Dziadosz

In einer mit liebevollen Illustrationen von Barbara Dziadosz ausgestatteten Anthologie „Wir dachten, wir könnten fliegen“ lässt der Schriftsteller und Herausgeber Matthias Jügler ausgestorbene Arten literarisch wiederauferstehen. 20 sehr verschiedene Schriftsteller von T.C. Boyle über Clemens J. Setz bis Caroline Wahl schaffen eine Verbindung zum unwiederbringlich Verlorenen, spenden Trost und leisten Trauerarbeit. Im Gespräch erzählt Jügler, wie ihn ein Aal aus seiner Gleichgültigkeit riss, wieso Literatur mehr bewirken kann als Appelle – und weshalb Humor manchmal der beste Weg ist, sich die Wahrheit über das Massenaussterben bewusst zu machen und sie auszuhalten.

Berliner Zeitung

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