Literatur und Gesellschaft

Annett Gröschner: Ostdeutsch? Ich habe mir aus dem Klotz am Bein einen schönen Fuß geschnitzt

Die Kultur sei abgehoben? Darüber kann Annett Gröschner nur bitter lachen. Eine Begegnung anlässlich ihres neuen, starken Romans „Schwebende Lasten“.

Ein paar Schritte nur vom Arbeitsraum Annett Gröschners entfernt steht noch ein riesiger Brückenkran, der einst zum Transformatorenwerk Oberspree gehörte. Solch einen Kran bedient ihre Heldin im Roman „Schwebende Lasten“.
Ein paar Schritte nur vom Arbeitsraum Annett Gröschners entfernt steht noch ein riesiger Brückenkran, der einst zum Transformatorenwerk Oberspree gehörte. Solch einen Kran bedient ihre Heldin im Roman „Schwebende Lasten“.Maurice Weiss/Ostkreuz

Die Buchpremiere am Donnerstagabend ist bereits früh ausverkauft. Das liegt vielleicht daran, dass die Schriftstellerin Annett Gröschner, wie die Moderatorin des Abends betont, nur sehr selten Romane veröffentlicht. Nun gibt es nach großer Pause wieder einen. „Schwebende Lasten“ erzählt ein Jahrhundertleben. Er handelt von einer Frau, die dem Ersten Weltkrieg entkommen ist, ein Blumengeschäft führt, das sie in der Nazizeit verliert, von einer Frau, die im Zweiten Weltkrieg verschüttet wird und sich in der DDR als Kranführerin behauptet, denn: „Mehr Lohn bekam eine Frau nur in Männerberufen.“

Berliner Zeitung

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