Ein halbes Jahr ist es her, da stand Hans Scheib vertieft vor den Skulpturen einer Kollegin. Sabina Grzimek, eine der wichtigsten Bildhauerinnen des deutschen Ostens, stellte in der Galerie des Golem-Hofes im Odervorland aus. Scheib hatte sich auf den weiten Weg aus Berlin gemacht. Und viele alte Kunstgefährten begrüßten ihn freudig.
So war das immer bei Vernissagen; Hans Scheib, obwohl schwer erkrankt an Krebs, dann folgte ein Schlaganfall, trotzte über Jahre dem Schicksal. Ihn interessierte eben, was andere machten, jene, die noch da waren aus seiner Generation, aus dem Kunsthumus von Dresden und Ost-Berlin, die bei der Figuration blieben, weil das ungeschönte Menschenbild nicht verschwinden sollte aus der Kunst, die nach 1990 so marktgängig werden musste.

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