Akademie der Künste

Menschenfett und Leichenwaschwasser: Teresa Margolles wird mit dem Kollwitz-Preis geehrt

Die mutige Künstlerin prangert auf ungewöhnliche Weise die alltägliche Gewalt und das Sterben in ihrer Heimat Mexiko an. Jetzt wird sie von der Akademie der Künste geehrt.

Teresa Margolles mit einem Kunstwerk aus Tüchern zum Leichentransport
Teresa Margolles mit einem Kunstwerk aus Tüchern zum LeichentransportIMAGO/Rene Traut

Viele Leute mögen Kunst, wenn sie schön ist, harmonisch und beglückend. Für Teresa Margolles aus Mexiko-Stadt kann das nur die eine Seite ihrer Arbeit sein, wenn sie „den Staub des Alltags von der Seele spült“, wie Picasso es mal sagte. Die Mexikanerin, geboren 1963, verweist eher auf die düstere Seite des Lebens, gerade in ihrem Land. Seit Jahren sind die Ursachen und Folgen von Kriminalität, politischer Verfolgung, Tod, Zerstörung, Vertreibung, Diskriminierung, Elend und Gewalt ihr Thema.

Berliner Zeitung

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