Kunstgeschichte

Max Liebermann im Potsdamer Barberini: Als tanzende Sonnenflecken einen Kunstskandal auslösten

Das Potsdamer Museum Barberini erzählt, wie Max Liebermann den Impressionismus vor fast 150 Jahren ins wilhelminische Reich holte. Und warum der Stil bis heute so fasziniert.

Max Liebermann: „Freistunde im Amsterdamer Waisenhaus“, 1881/82, Öl auf Leinwand. Die Lichteffekte führten damals  zur Empörung  konservativer Kunsthüter
Max Liebermann: „Freistunde im Amsterdamer Waisenhaus“, 1881/82, Öl auf Leinwand. Die Lichteffekte führten damals zur Empörung konservativer KunsthüterStädel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins

Der Zeiger auf der Wutskala des akademischen Kunstsalon-Publikums der Hohenzollern-Residenz Berlin  schnellte weit nach oben, als der Berliner Maler Max Liebermann (1847–1935) sein Gemälde „Freistunde im Amsterdamer Waisenhaus“ 1882 öffentlich zeigte. Die Kunsthüter des akademischen Historismus, etwa  der kaiserliche Hofmaler Anton von Werner, schäumten. Die konservative Zeitungskritik ebenso. Doch auch die „breite Masse“ war überfordert und fremdelte mit dem modernen Stil.

Berliner Zeitung

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