Nirgends auf seinen Stadt-Bildern finden sich Berlins Monumente oder Wahrzeichen. Pathetisches mag Wolfgang Leber nicht. Der Urberliner malt seine Berlin-Szenen, ob draußen oder drinnen als Interieurs, leicht, konstruktiv, espritgeladen. Die wenigen Figuren im Raum sind in die Farbflächen, die vertikalen und horizontalen Pinselstriche und Liniengefüge nur wie eingespannt. Selten wirken diese Bilder auf Leinwand oder Holztafeln aufgeladen von der Hektik der schlaflosen Großstadt. Und auch nicht von deren schwerlastender Vergangenheit.