Malerei

Achtung Bildstörung!

Im Hamburger Bahnhof gibt es einen „Sabotage“-Fall. Pate standen der Malerin Giulia Andreani Fotos von frühindustrieller Frauenarbeit und  Sigmar Polkes „Trivialitäten“.

Giulia Andreani: „Pour elles toutes (Myrninerest)“, 2024
Giulia Andreani: „Pour elles toutes (Myrninerest)“, 2024VG Bild-Kunst, Bonn 2026/Giulia Andreani und ADAGP/Galerie Hetzler Paris/Lorenzo Palmieri

Achtung! Störung. „Sabotage“. Das Wort kommt vom französischen „sabot“ (Holzschuh) nach 1900 Symbol der französischen anarchistischen Arbeiterbewegung. Arbeiter waren zur Zeit der industriellen Revolution so sehr in den Akkord ohne Verschnaufpause getrieben, dass sie aus Protest ihre Holzschuhe in die Maschinen schmissen. Alle Räder standen still. Seither ist der Begriff „Sabotage“ in der Welt. Die Erscheinungsformen dieser wehrhaften Störung scheinen ja mittlerweile endlos und auch von keiner digitalen Hochtechnologie verhinderbar. Im Gegenteil.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar