Eins von Núria Quevedos Gemälden der frühen Siebziger zeigt eine Gruppe spanischer Exilanten. Leute, die vor den Franco-Faschisten in die DDR geflohen waren. Dieses Bild besang Wolf Biermann in seinem Lied über die spanische Diaspora, Titel: „Es gibt ein Leben vor dem Tod“. Die fast monochrome Bildsprache ist so herb, melancholisch und rätselhaft wie die meisten Motive dieser Malerin und Grafikerin, deren Lebenswerk vor knapp drei Jahren in den Brandenburgischen Kunstsammlungen in Frankfurt (Oder) und 2023 bei der Ehrung mit dem Karl-Schmidt-Rottluff-Preis in Chemnitz zu sehen waren. Diese Motivik und Stilistik lässt sich nicht ganz ergründen, nicht gültig erklären.

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