„Es war einmal ein Land“

Ostler werden sich darüber in die Haare kriegen: Jana Hensels neues Buch und die Wunden zwischen Ost und West

Das „Zonenkind“ blickt zurück auf 35 Jahre vereintes Deutschland. Die Lektüre bewegt und empört, es ist der Blick nur einer Ostdeutschen, in dem sich dennoch viele wiederfinden werden.

Legt deutsch-deutsche Geschichte auf den Obduktionstisch: Jana Hensel
Legt deutsch-deutsche Geschichte auf den Obduktionstisch: Jana HenselMarkus Wächter/Berliner Zeitung

„Das ist ein Buch, das ich nie schreiben wollte“, gesteht uns Jana Hensel gleich zu Beginn ihrer neuesten Publikation. Ein starker erster Satz, der den Journalistengrundsatz „mit einem Erdbeben anfangen und dann steigern“ voll erfüllt. Bei „Zonenkinder“ hat sie sicher noch ganz anders gefühlt und gedacht – 24 Jahre ist das jetzt her. Damals Jubel, heute Schmerz – viele Ostdeutsche werden sofort wissen, was gemeint ist, obwohl dieser erste Satz noch keine Richtung vorgibt. Aber sich aus Andeutungen zu nähren, wer könnte das besser als sie?

Berliner Zeitung

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