Die Absage einer Buchvorstellung auf einer großen Literaturmesse ist ein polarisierendes politisches Signal – gewollt oder nicht. Das gilt auch für die jüngste Entscheidung der Leipziger Buchmesse, die Präsentation eines Romans des AfD-Politikers Maximilian Krah kurzfristig aus dem Programm zu streichen. Sie reiht sich in eine Serie von Absagen und Konflikten ein, die seit einigen Jahren das Verhältnis zwischen Kulturveranstaltern und Öffentlichkeit belasten und wie etwa die Einforderung von Statements zum Gaza-Krieg bei der Berlinale schon zur Folklore gehören.