Antisemitismus-Skandal

Die Documenta will Jüdin kein Schmerzensgeld zahlen

Vier Jahre nach dem Antisemitismus-Skandal auf der Documenta 15 kam es zu einer Zivilklage auf Schmerzensgeld. Eine gütliche Einigung konnte nicht erreicht werden.

Juni 2022: Nach Kritik wird das Großbanner „People’s Justice“ von Taring Padi verhüllt.
Juni 2022: Nach Kritik wird das Großbanner „People’s Justice“ von Taring Padi verhüllt.Imago

Am Ende dieser denkwürdigen Gerichtsverhandlung ging es um eine Entschuldigung und um 250 Euro. Und es flossen Tränen. Vergossen hat sie die 78-jährige Jüdin Bernadette Gottschalk, die die Documenta gGmbH in einem Zivilverfahren vor dem Amtsgericht Kassel auf ein Schmerzensgeld in Höhe von 1500 Euro wegen Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte verklagt hatte. Eine Güteverhandlung blieb am Mittwoch ohne Ergebnis, eine Entscheidung wird Mitte April erwartet.

Berliner Zeitung

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