Gesundheitskosten

Kommentar: Bei meiner Krankenkasse geht es zu wie bei Ryanair

Kostenfalle Gesundheitsvorsorge: Ein Check-up beim Hausarzt kann teuer werden. Wer genau wissen will, wie es um seine Blutwerte steht, muss zubuchen – wie beim Billigflieger.

Einem Praxisbesucher wird Blut abgenommen.
Einem Praxisbesucher wird Blut abgenommen.Westend61/imago

Das macht dann 68 Euro und ein paar Cent. Der genaue Betrag wird auf der Rechnung stehen, die mir das Labor demnächst zukommen lässt, zusammen mit dem Ergebnis der Blut-Analyse. Vier Röhrchen wurden mir in der Hausarztpraxis meines Vertrauens abgenommen. Die drei Jahre waren locker rum, die mindestens zwischen den Vorsorgeuntersuchungen liegen müssen, damit die gesetzliche Krankenkasse etwas zahlt. Früher waren sie alle zwei Jahre möglich. Tja, früher. Früher war dieses gezahlte Etwas auch deutlich umfangreicher.

Das wurde mir bewusst, als ich den Ärmel meines Hemds schon hochgekrempelt hatte, bereit, den Stich in die Vene mannhaft wegzustecken. Da fragte mich die MFA, die Medizinische Fachangestellte, was ich analysiert haben möchte. „Mein Blut?“, fragte ich unsicher zurück. Klar, sagte sie, die Röhrchen bereitlegend, aber welche Werte mich interessierten. Aufs Haus, die Krankenkasse also, gingen beim Check-up Blutzucker und Blutfette. Natürlich würde auch der Urin als Gratisleistung untersucht, den ich dankenswerterweise mitgebracht hätte, verschlussdicht in einem Plastikbehälter abgefüllt.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar