Thüringer Höhle

Migration aus Afrika: Wie sich einst Mensch und Neandertaler vermischten

In hiesigen Höhlen fanden sich die bislang ältesten Genome des Menschen. Sie zeigen, wie die einstigen Migranten lebten und sich mit dem Neandertaler vermischten.

So könnten die ersten modernen Menschen (Homo sapiens) ausgesehen haben, die vor 45.000 Jahren durch die offenen, kalten Steppenlandschaften gezogen sind, wo heute Deutschland und Tschechien liegen.
So könnten die ersten modernen Menschen (Homo sapiens) ausgesehen haben, die vor 45.000 Jahren durch die offenen, kalten Steppenlandschaften gezogen sind, wo heute Deutschland und Tschechien liegen.Tom Björklund/dpa

In einem alten Urania-Buch über das „Leben in der Urzeit“, erschienen in den 1970er-Jahren, kann man noch erkennen, wie man sich die Höherentwicklung vorstellte. Behaarte Neandertaler mit „fliehender Stirn“ und „mächtigen Überaugenwülsten“ ziehen in felsig-waldiger Gegend umher, die Keule in der Hand. Dem Homo neanderthalensis folgt dann der Jetztmensch (Homo sapiens), dem man sofort die höhere Kultur ansieht. Nicht nur wirkt er nicht mehr wie ein Affe. Er trägt auch Kleidung und Schmuck, kennt Begräbnisrituale, betätigt sich künstlerisch, hinterlässt Höhlenmalereien und Venusstatuetten.

Berliner Zeitung

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