Wenn es nach der Vorstellung Ursula von der Leyens geht, soll die Industriepolitik in der EU deutlich zentraler als bisher gesteuert werden. Von der Leyen stellte dazu am Montag gemeinsam mit dem früheren Investmentbanker, EZB-Präsidenten und italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi einen Plan vor, wie die EU als Wettbewerber Chinas und der USA agieren soll. Draghi, der ein Jahr lang in einem eigenen Büro in Brüssel zu diesem Thema geforscht hat, sagte: „Um die Wirtschaft zu digitalisieren und zu dekarbonisieren und unsere Verteidigungskapazität zu erhöhen, muss der Investitionsanteil in Europa um etwa fünf Prozentpunkte des BIP auf ein Niveau steigen, das zuletzt in den 1960er- und 70er-Jahren erreicht wurde.“ Die zusätzlichen Investitionen, die der Marshallplan zwischen 1948 und 1951 bereitstellte, hätten sich auf etwa ein bis zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) jährlich belaufen.

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