Strategiepapier für die EU

Ursula von der Leyen und Mario Draghi wollen eine ganz neue EU bauen

Mario Draghi und Ursula von der Leyen denken an mehr Zentralismus und gemeinsame Schulden. Deutschland dürfte signifikant an Bedeutung verlieren.

Mario Draghi überreicht Ursula von der Leyen das neue Strategiepapier für die EU. 
Mario Draghi überreicht Ursula von der Leyen das neue Strategiepapier für die EU. AFP

Wenn es nach der Vorstellung Ursula von der Leyens geht, soll die Industriepolitik in der EU deutlich zentraler als bisher gesteuert werden. Von der Leyen stellte dazu am Montag gemeinsam mit dem früheren Investmentbanker, EZB-Präsidenten und italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi einen Plan vor, wie die EU als Wettbewerber Chinas und der USA agieren soll. Draghi, der ein Jahr lang in einem eigenen Büro in Brüssel zu diesem Thema geforscht hat, sagte: „Um die Wirtschaft zu digitalisieren und zu dekarbonisieren und unsere Verteidigungskapazität zu erhöhen, muss der Investitionsanteil in Europa um etwa fünf Prozentpunkte des BIP auf ein Niveau steigen, das zuletzt in den 1960er- und 70er-Jahren erreicht wurde.“ Die zusätzlichen Investitionen, die der Marshallplan zwischen 1948 und 1951 bereitstellte, hätten sich auf etwa ein bis zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) jährlich belaufen.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar