A-Klasse wird jetzt in Ungarn gebaut

Nach Mercedes’ Abgang nach Ungarn: Budapest feiert „neue Weltordnung der Autoindustrie“

Ungarns Außenminister Péter Szijjártó inszeniert Mercedes’ Verlagerung nach Ungarn als Triumph seiner Industriepolitik. In Deutschland wächst die Sorge um Jobs und Standort.

Das Mercedes-Werk im ungarischen Kecskemet ist laut Ungarns Außenminister Szijjártó das weltweit zweitgrößte des Herstellers.
Das Mercedes-Werk im ungarischen Kecskemet ist laut Ungarns Außenminister Szijjártó das weltweit zweitgrößte des Herstellers.Marton Monus/dpa

Ungarns Außenminister Péter Szijjártó hat Mercedes’ Verlagerung der A-Klasse von Deutschland nach Ungarn als historischen Erfolg für sein Land gefeiert. „Ungarn ist heute ohne Übertreibung an die Weltspitze der Elektroautoindustrie gelangt“, sagte Szijjártó am Montag bei der Produktionseröffnung für das neue GLB-Modell im Mercedes-Werk in Kecskemét. In der von ihm beschworenen „neuen Weltordnung der Autoindustrie“ spiele sein Land nun eine führende Rolle.

Erst vor wenigen Tagen hatte der Außenminister öffentlich bestätigt, dass Mercedes die Produktion der A-Klasse ab dem zweiten Quartal 2026 aus dem baden-württembergischen Rastatt nach Kecskemét verlagern wird – die Berliner Zeitung berichtete. Während die Abkehr des Stuttgarter Autobauers in Deutschland eine Debatte über Standortnachteile und Arbeitsplätze ausgelöst hat, inszeniert Ungarn die Verlagerung als Triumph seiner Industriepolitik.

Berliner Zeitung

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