Der Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) fordert die Einführung eines eigenen Regulierungsregimes für kleine Banken. Wie Michaela Zattler, Leiterin Bankenaufsicht und Bilanzierung beim BdB, am Dienstag erklärte, sei eine solche Regulierung vor allem für Deutschland wichtig. Weil aber aus anderen EU-Staaten, insbesondere aus Frankreich, Widerstand gegen eine befürchtete Bevorzugung deutscher Banken kommt, veranschlagt der BdB für Diskussion und Umsetzung zwei Jahre. In einem Positionspapier hält der BdB fest, das kleine Banken eine unverzichtbare Rolle in der Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und der regionalen Wirtschaft in Europa spielen. Sie seien „ein wichtiger und verlässlicher Partner für die Kunden vor Ort“. Die Finanzmarktkrise habe gezeigt, dass „ein diverser Bankenmarkt zur Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems beiträgt und sich positiv auf den Wettbewerb auswirkt“. Eine immer stärkere Ausweitung regulatorischer Anforderungen gefährde diese Diversität und somit auch die Finanzierung der europäischen Wirtschaft. Insofern sei „eine auf die Bedürfnisse solcher Institute zugeschnittene Regulierung“ unerlässlich. Der BdB verweist darauf dass es solche Sonderregelungen unter anderem „bereits in der Schweiz, Großbritannien und sogar den USA“ gäbe.
Finanzen
Kleine Banken sollen weniger reguliert werden
Der Bundesverband deutscher Banken fordert Erleichterungen für kleine Banken. Aus Frankreich kommt Widerstand.

Kleine Banken bieten mehr Stabilität in der Krise.dpa