Durch die Iran-Krise wächst der globale Kampf um Flüssigerdgas (LNG). Offenbar kehren immer mehr Tanker Europa den Rücken – und fahren stattdessen nach Asien, weil dort die Preise verlockender sind. Das berichtet die britische Financial Times (FT), die aktuelle Schiffverfolgungsdaten analysiert hat.
Bereits vergangene Woche hatte ein LNG-Tanker seinen Kurs von Europa nach Asien geändert, die Berliner Zeitung berichtete. Nun sind offenbar drei weitere Schiffe dem Beispiel gefolgt. Die Sperrung der Straße von Hormus und Katars Produktionsstopp am weltweit größten LNG-Exportkomplex sorgen für große Unruhe bei den Käufern, da LNG in der Regel an den Höchstbietenden geliefert wird. Da Asien stärker von LNG abhängig ist als Europa, sind die LNG-Preise dort noch höher. Für die EU könnte der Kampf um Flüssigerdgas zum Problem für die ohnehin schwierige Befüllung der Gasspeicher werden.

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