Wirtschaftskrise

58 Prozent mehr Insolvenzen als vor Corona – und Merz schaut tatenlos zu

Neue IWH-Daten zeigen: Die Zahl der Pleiten in Deutschland wächst rasant. Doch Merz’ versprochene Wirtschaftswende lässt weiter auf sich warten. Ein Kommentar.

Immer mehr Unternehmen in Deutschland gehen pleite. Friedrich Merz’ versprochenes Wirtschaftswunder lässt weiter auf sich warten.
Immer mehr Unternehmen in Deutschland gehen pleite. Friedrich Merz’ versprochenes Wirtschaftswunder lässt weiter auf sich warten.Felix Kästle/dpa

Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland steigt weiter stark an. Laut aktuellen Zahlen des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) sind im Februar 1466 Personen- und Kapitalgesellschaften pleitegegangen – der zweithöchste Wert seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2020. Im Vergleich zu den Jahren vor der Corona-Pandemie liegt der Wert aktuell 58 Prozent höher.

Von der wachsenden Zahl der Insolvenzen im Land sind laut IWH auch immer mehr Beschäftigte unmittelbar betroffen. „Schließungen großer Arbeitgeber führen häufig zu erheblichen und dauerhaften Einkommens- und Lohnverlusten bei den betroffenen Mitarbeitern“, heißt es. Im Februar waren demnach in den größten zehn Prozent der insolventen Unternehmen mehr als 23.000 Arbeitsplätze betroffen. Damit ist die Zahl der betroffenen Beschäftigten etwa viermal so hoch wie im Februar-Durchschnitt der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019. Und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht trotzdem weiter tatenlos zu.

Berliner Zeitung

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