Wenn Gabriel Khodzitski seinem Sicherheitsmann am Eingang zunickt, blickt er auf ein Gelände, das eher nach Endzeitfilm aussieht als nach der Zukunft der Künstlichen Intelligenz. Gestrüpp, braunes Unkraut, niedrige Betonreste, alte Reifen einer verrosteten Go-Kart-Bahn, darüber grün gestrichene, verrostete Wasserrohre des Nahwärmenetzes, vollgesprüht mit Graffiti. Hin und wieder krächzt eine Krähe, sonst ist es still. Zwischen dem Ikea-Lagerhaus und der Rhinstraße in Lichtenberg soll ein Rechenzentrum entstehen, das Berlin in die Liga der großen Daten-Hubs katapultieren könnte – mit einer Leistung von mehr als der gesamten Stromlast einer Stadt wie Potsdam. Und doch wurde hier, fünf Jahre nach Projektstart, noch kein einziger Stein gesetzt.

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