Energie

11 Milliarden Euro russisches LNG: EU-Verbot bringt Naturgy-Vertrag ins Wanken

Die EU will russisches LNG ab 2027 verbieten. Für Naturgy betrifft das Kaufverpflichtungen von rund elf Milliarden Euro – nun prüft der Konzern „force majeure“.

Die Yamal-LNG-Anlage in Sabetta im Süd-Tambey-Feld auf der Jamal-Halbinsel in der russischen Arktis
Die Yamal-LNG-Anlage in Sabetta im Süd-Tambey-Feld auf der Jamal-Halbinsel in der russischen ArktisVladimir Smirnov

Ein EU-Verbot für russisches LNG ab 2027 droht, einen Milliardenvertrag ins juristische Wanken zu bringen. Der spanische Energiekonzern Naturgy weist Kaufverpflichtungen im Umfang von 10,95 Milliarden Euro aus – und prüft nun, ob er sich per „force majeure“, also höherer Gewalt, aus dem Deal lösen kann.

Im aktuellen Geschäftsbericht heißt es, dass langfristige Lieferverpflichtungen aus dem Yamal-LNG-Vertrag betroffen sein könnten. Demnach belaufen sich die noch bestehenden Verpflichtungen aus dem Yamal-Vertrag auf 10,95 Milliarden Euro. Noch 2024 stammten rund 16 Prozent der gesamten Naturgy-Gasversorgung aus diesem Vertrag.

Berliner Zeitung

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