Mode

Eine Frage des Stils: Ist der Schulterpulli politisch?

Es hat einen Grund, warum der um die Schultern getragene Pullover dem Reichenmilieu zugeordnet wird. Aber hat er auch eine politische Dimension?

Der Schulterpullover damals und heute: Rechts an Sarah Jessica Parker in den 80er-Jahren, links bei Dior 2025.
Der Schulterpullover damals und heute: Rechts an Sarah Jessica Parker in den 80er-Jahren, links bei Dior 2025.Dior/Imago

Modisch Interessierte haben sicher schon mal etwas vom „Old Money Style“ gehört. Es handelt sich dabei um einen aktuellen Modetrend, der von der Kleidung der Reichen inspiriert ist. Basics dieser Garderobe sind Poloshirt, Chinohose, Wachsjacke und Bootsschuhe.

Es mag ein Klischee sein, ist aber ebenfalls faktisch richtig: Die Garderobe etablierter Unternehmer- und Juristenfamilien hat sich in der westlichen Welt während der vergangenen Jahrzehnte kaum verändert, denn das sogenannte alte Geld vererbt neben Vermögen auch gewisse modische Standards. Bis heute wird die verspießerte Preppy-Garderobe von Polo Ralph Lauren und Co. deswegen mit dem gut situierten Milieu assoziiert.

Berliner Zeitung

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