Wenn Heidi Klum bei „Germany’s Next Topmodel“ zur Entscheidung bittet, werden oft internationale Schwergewichte wie Jean Paul Gaultier, Naomi Campbell oder Jeremy Scott in die TV-Show geladen. Für die zehnte Folge wählte die Produktion jedoch einen anderen Weg und setzte auf kreative Köpfe aus Berlin.
Neben Heidi Klum nahm Maria Koch auf dem Jury-Stuhl Platz. Als Kreativdirektorin von 032c repräsentiert sie ein Label, das wie kaum ein zweites für den Aufstieg Berlins zur ernst zu nehmenden Modestadt steht. Ursprünglich als Kulturmagazin in Kreuzberg gestartet, hat sich 032c unter der Leitung von Maria und Joerg Koch zu einer globalen Streetwear- und High-Fashion-Marke entwickelt.

Romantische Mode aus Berlin
Auf dem Laufsteg präsentierten die Models Entwürfe des Labels Ioannes. Hinter der Brand steckt der deutsche Designer Johannes Boehl-Cronau. Obwohl das Label 2019 in Paris gegründet wurde und dort auch weiterhin seine Kollektionen zeigt, ist Boehl-Cronau fest in der Berliner Szene verwurzelt. Seine Shows gehören regelmäßig zu den Highlights der hiesigen Modewoche.

Sein Stil zeichnet sich durch eine feine Balance aus: Er arbeitet mit Rüschen und transparenten Stoffen, vermeidet dabei jedoch jeglichen Kitsch. Stattdessen entstehen elegant-coole Looks mit betont gestreckten Silhouetten. In einer Szene der kürzlich erschienenen Mockumentary über die Pop-Ikone Charli XCX diskutierte diese mit Kylie Jenner darüber, wer von ihnen den Designer zuerst für sich entdeckt hatte – das Label ist also in aller Munde.


