Hertha BSC hat im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Beim 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern zeigte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl vor 53.419 Fans über weite Strecken überlegen, blieb jedoch ohne Torerfolg. Am Ende stand eine Niederlage, die weniger mit der Leistung als vielmehr mit mangelnder Konsequenz im Abschluss zu erklären ist – und die die Chancen auf die Bundesliga-Rückkehr deutlich schmälert.
Hertha BSC dominiert Kaiserslautern – doch das Tor fehlt
Es war ein Spiel, das sich früh in eine Richtung entwickelte. Hertha übernahm die Kontrolle, bestimmte Tempo und Rhythmus und erspielte sich eine Vielzahl an Abschlüssen. Insgesamt 21 Versuche verzeichneten die Berliner – so viele wie in keiner anderen Partie dieser Saison. Doch die Effizienz ließ zu wünschen übrig. „In der ersten Hälfte haben wor drei Möglichkeiten, die du nutzen musst“, sagte Leitl später und sprach damit ein bekanntes Problem an.

Die Gäste aus Kaiserslautern hingegen beschränkten sich lange auf eine kompakte Defensivarbeit und warteten auf ihre Gelegenheit. Diese ergab sich kurz nach der Pause – und sie nutzten sie konsequent. Nach einer Ecke entwickelte sich eine unübersichtliche Situation im Strafraum, an deren Ende Mergim Berisha, der im Sommer kurz vor einem Wechsel zu Hertha stand, aus kurzer Distanz zur Führung traf (47.). Ein Treffer, der aus Sicht der Berliner überraschend kam und den Spielverlauf auf den Kopf stellte.
Bundesliga-Rückkehr: Hertha lässt Big Points liegen
„Dann gerätst du durch so ein Kacktor in Rückstand“, kommentierte Leitl die Szene ungewohnt deutlich. Zuvor habe seine Mannschaft „alles unter Kontrolle“ gehabt, „in der gegnerischen Hälfte sehr präsent“ agiert. Dass dennoch ein solcher Moment genügte, um das Spiel zu entscheiden, unterstreicht die Diskrepanz zwischen Aufwand und Ertrag.

In der Folge bemühte sich Hertha um eine Reaktion, doch mit zunehmender Spieldauer schien die Leichtigkeit zu schwinden. Die Aktionen wirkten weniger klar, die Angriffe weniger zwingend. Erst in der Schlussphase gelang es, den Druck noch einmal zu erhöhen, ohne jedoch den Ausgleich zu erzwingen.
Stefan Leitl hakt Hertha-Aufstieg endgültig ab
Leitl nahm seine Mannschaft trotz der Niederlage in Schutz. „Ich glaube, dass die Jungs das dann schon gut gemacht haben. Wir haben noch mehr Dominanz gezeigt“, sagte er. Gleichzeitig blieb die Erkenntnis, „ein Spiel verloren zu haben, das du nicht verlieren darfst“.

