Asylpolitik

Zehn Jahre Erdogan-Deal: Das teure Fundament der europäischen Realpolitik

Das EU-Türkei-Abkommen von 2016 ist nach wie vor ein zentrales Instrument der Migrationspolitik – zugleich steht es wegen rechtlicher und moralischer Bedenken weiterhin in der Kritik.

Beste Freunde – zumindest beim Asyl-Deal 2016 zwischen der EU und der Türkei: Angela Merkel und Recep Tayyip Erdogan.
Beste Freunde – zumindest beim Asyl-Deal 2016 zwischen der EU und der Türkei: Angela Merkel und Recep Tayyip Erdogan.IPON/imago

Am 18. März 2016 besiegelten die Europäische Union und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ein Abkommen, das die Migrationspolitik des Kontinents grundlegend neu ordnete. Es war ein diplomatischer Kraftakt unter massivem politischen Druck, als die Staats- und Regierungschefs der EU vor genau zehn Jahren in Brüssel zusammenkamen. Das Ziel war so simpel wie weitreichend: Die unkontrollierte Migration über die Ägäis-Route sollte beendet werden.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar