Holocaust-Forschung

Stimmt da etwas nicht? Ein Zweifel am Protokoll der Wannsee-Konferenz und eine Antwort

Am 20. Januar 1942 berieten 15 Männer über das Finale der „Endlösung der Judenfrage“. Eine Leserin glaubt, Widersprüche entdeckt zu haben. Was die Nachforschung ergab.

Eine Infotafel in der 2020 eröffneten Dauerausstellung „Die Besprechung am Wannsee und der Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden“
Eine Infotafel in der 2020 eröffneten Dauerausstellung „Die Besprechung am Wannsee und der Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden“Paul Zinken/dpa

Zeigt die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz ein faules Ei als Kernstück ihrer Ausstellung? Kann es sein, dass das bedeutungsschwere Protokoll vom 20. Januar 1942, aus dem ersichtlich wird, wie die „Endlösung der Judenfrage“ praktisch ins Werk gesetzt werden sollte, ein Stück „Scripted Reality“ ist, also auf Fälschung beruht? Ein solcher Verdacht befiel Gabriele Villner aus Paderborn, nachdem sie die Gedenk- und Bildungsstätte Am Großen Wannsee 56–58, also den authentischen Ort, besucht hatte.

Berliner Zeitung

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