Meinungsfreiheit

DDR 2.0? Jurist Boehme-Neßler warnt vor Zensur und einem neuen „Einschüchterungsstaat“

35 Jahre nach dem Sturm auf die Stasi-Zentrale kritisiert Staatsrechtler Volker Boehme-Neßler neue Formen staatlicher Kontrolle. Für viele im Saal klingt das erschreckend vertraut.

Volker Boehme-Neßler vor dem Vortrag am Schreibtisch von Erich Mielke in der Stasi-Gedenkstätte in der Normannenstraße in Berlin-Lichtenberg.
Volker Boehme-Neßler vor dem Vortrag am Schreibtisch von Erich Mielke in der Stasi-Gedenkstätte in der Normannenstraße in Berlin-Lichtenberg.Harald Melzer

Der Raum in der früheren Stasi-Zentrale in der Normannenstraße in Berlin-Lichtenberg atmet Geschichte: Der Schreibtisch eines Führungsoffiziers steht noch, auch die mit Cord bezogenen Polsterstühle verströmen den spröden Charme der späten DDR. Hier entschied die Stasi über Menschen und ihre Schicksale, hier stürmten am 15. Januar 1990 DDR-Bürgerrechtler die Zentrale und hofften, die Unfreiheit ein Stück besiegt zu haben.

Berliner Zeitung

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