Aufrüstung

Spanien lehnt höhere Verteidigungsausgaben ab – scheitert jetzt der Nato-Gipfel?

Regierungschef Sánchez stellt sich beim Fünf-Prozent-Ziel der Nato quer. Damit riskiert er einen Konflikt mit Trump und gefährdet die Zukunft des Militärbündnisses – auch aus Eigeninteresse.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez lehnt eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP ab.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez lehnt eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des BIP ab.Imago

Der Brief schlug in Brüssel und wohl auch in Washington ein wie eine Bombe. Am Donnerstag schloss Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez in einem Schreiben an Nato-Generalsekretär Mark Rutte eine Erhöhung der Militärausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) kategorisch aus. Eine solche hatte zuvor vor allem US-Präsident Donald Trump gefordert. Rutte übernahm das Ziel später. Jetzt herrscht nur wenige Tage vor Beginn des Nato-Gipfels in Den Haag am Dienstag mindestens Redebedarf. Selbst ein Scheitern des Treffens kann nicht ausgeschlossen werden.

Berliner Zeitung

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