Säuberungen in Peking

China-Expertin: Xi Jinping wird sich in Peking niemals vollständig sicher fühlen

Chinas Staatschef steckt in einer Spirale der Unsicherheit. Die Armee ist für einen großen Krieg nicht bereit, Spionagevorwürfe gegen einen gestürzten General sind kaum glaubwürdig. Ein Interview.

Xi Jinping, Vorsitzender der Zentralen Militärkommission, bei einer Beförderungszeremonie für Generäle in Peking im Dezember 2025. Mittlerweile sind die meisten der hier abgebildeten hochrangigen Militärs nicht mehr in ihren Positionen.
Xi Jinping, Vorsitzender der Zentralen Militärkommission, bei einer Beförderungszeremonie für Generäle in Peking im Dezember 2025. Mittlerweile sind die meisten der hier abgebildeten hochrangigen Militärs nicht mehr in ihren Positionen.Li Gang/imago

Chinas Staatschef Xi Jinping hat in den vergangenen Jahren weitreichende Säuberungen im Militär und der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) durchgeführt. Ranghohe Generäle wurden abgesetzt oder kaltgestellt. Darunter finden sich auch Personen, die als langjährige Vertraute Xis galten. Doch statt Stabilität zu schaffen, könnten diese Maßnahmen einen paradoxen Effekt haben: Je mehr Xi sein Umfeld säubert, desto unsicherer könnte er sich fühlen.

Berliner Zeitung

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