Offener Brief

Evangelische Kirche stoppt Corona-Buch: Scharfer Protest gegen Kampagne der FAZ

Das Buch „Angst, Politik, Zivilcourage“ wird nicht mehr vertrieben. Kritik an Konzernen wird als antisemitisch gelabelt. Angesehene Rezensenten protestieren. 

Antisemitismus als K.o.-Argument: Ein Beispiel für diese Praxis hat jüngst die FAZ erbracht.
Antisemitismus als K.o.-Argument: Ein Beispiel für diese Praxis hat jüngst die FAZ erbracht.Jürgen Ritter/Imago

Sehr geehrte Herausgeber der FAZ, sehr geehrte Verantwortungsträger des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) und sehr geehrter Bischof der EKM Friedrich Kramer,

„Calumniare audacter, semper aliquid haeret“ („verleumde tollkühn, denn irgendetwas bleibt immer hängen!“). Dieser Plutarch zugeschriebene Grundsatz, der historisch stets Anwendung fand, wenn totalitäre Bewegungen versuchten, sich ihrer Gegner zu entledigen, feiert offenbar fröhliche Urständ in Kreisen, in denen man es nicht erwarten wollte: Kirchenleitungen, Theologen und Journalisten, vor allem scheinbar auch bei FAZ-Journalisten. Wenn es darum geht, schmerzhafte Bewertungen des eigenen Verhaltens in jüngster Vergangenheit möglichst schnell und radikal zu entwerten, dann greift man eben gern zu diesem bewährten Mittel.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar