Flutkatastrophe im Ahrtal

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal: „Die Aufbaueuphorie ist verflogen“

Zukunftssorgen und das Trauma der Flutnacht mit mindestens 134 Toten: Nach zwei Jahren Corona und einem Jahr pausenlosem Wiederaufbau schwinden die Kräfte.

Gerd und Bernd Gasper (r.) stehen vor den Trümmern Elternhauses in Altenahr-Altenstadt. Das Foto in ihren Händen zeigt sie nach der tödlichen Flutwelle vor einem Jahr.
Gerd und Bernd Gasper (r.) stehen vor den Trümmern Elternhauses in Altenahr-Altenstadt. Das Foto in ihren Händen zeigt sie nach der tödlichen Flutwelle vor einem Jahr.dpa/Boris Roessler

Der 69 Jahre alte Bernd Gasper aus dem Ahr-Dorf Altenburg weiß ein Jahr nach der Flutkatastrophe noch immer nicht, wohin er zurückkehren kann. Sein Haus steht nicht mehr, aber er will zurück in seine Heimat. Sein älterer Bruder Gerd und dessen Frau Elfriede hoffen dagegen, im Herbst wieder in ihr Haus im selben Ortsteil einziehen zu können. „Es wird dann aber einsam“, sagt der 81-Jährige. Denn im schwer zerstörten Altenburg leben kaum noch Menschen, Schwalben nisten in leer stehenden Häusern, immer wieder wird auch noch eins abgerissen.

Berliner Zeitung

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