Für viele Jugendliche und Kinder war die Corona-Zeit ein lebensverändernder Einschnitt. Viele von ihnen tragen noch heute an den Folgen. Dazu gehören an erster Stelle die Erkrankten und jene, die an Long-Covid oder Post-Vac, also Impffolgen, leiden. Aber die Schäden sind vielfältiger: Gerade Heranwachsende wurden über Nacht in die soziale Isolation getrieben. Viele suchen heute noch einen Ausgang aus dem seelischen Lockdown. Sie haben das Leben nicht gelernt, konnten sich nicht ausprobieren. Sie wurden in die digitale Welt getrieben, wo sie über Selbstbild und Fremdbild beschönigende Filter gelegt haben und sich und andere rund um die Uhr manipulieren und täuschen konnten. Verbote der gemeinsamen Sportausübung, des Feierns und des Musizierens haben dazu geführt, dass ein unbefangenes Miteinander eine fremde Kulturtechnik für eine ganze Generation geworden ist.
Die umfassende Überwachung und die soziale Kontrolle nehmen sie heute leichter in Kauf, weil ihnen oft keine andere Welt mehr offensteht als die virtuelle. An die Stelle des selbstbestimmten Individuums tritt die digitale Identität. Nicht mehr die Menschen kontrollieren die Mächtigen. Die Menschen werden zu Datenmaterial, zu einem Rohstoff, freigegeben zu globalen Ausbeutung. Diese Entwicklung hat nicht mit Corona begonnen. Doch der jahrelange Ausnahmezustand hat die Vereinzelung der Menschen und ihre Flucht in den digitalen Raum beschleunigt. Unter der Maßgabe, der Staat wolle das Beste und seine Bürger schützen, haben die Corona-Verantwortlichen den flächendeckenden Gehorsam sichergestellt. Um auch die Widerspenstigen aus dem Spiel zu nehmen, wurden Pseudowissenschaft und Angstmache strategisch eingesetzt. „Flatten the curve“ – ein Betrugsslogan, das berüchtigte „Angst-Papier“ des Innenministeriums – ein Dokument aus dem totalitären Versuchslabor.
Wie konnte es dazu kommen, dass eine Gesellschaft nach Jahrzehnten in Demokratie und Freiheit plötzlich all ihre Grundsätze über Bord wirft, die Grundrechte zu Makulatur erklärt, Diskussionen unterdrückt, Widerspruch ächtet und Maßnahmen durchzieht, die man davor nur aus China kannte? Eine Aufarbeitung findet in Deutschland nicht statt, weder gesellschaftlich noch politisch und schon gar nicht juristisch. Immerhin: Wichtige Protokolle wie die RKI-Files wurden durch einzelne, mutige Journalisten an die Öffentlichkeit gebracht.

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