Nach Monaten wachsender Spannungen steht die SPD-BSW-Koalition in Brandenburg vor dem Aus. Drei Abgeordnete des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) haben Partei und Fraktion verlassen – und damit die Mehrheitsverhältnisse im Potsdamer Landtag verschoben. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung spricht Friederike Benda, Landesvorsitzende des BSW Brandenburg und stellvertretende Bundeschefin der Partei, über politische Illoyalität, alte SPD-Seilschaften und die Lehren aus der Krise. Sie wirft Ministerpräsident Dietmar Woidke vor, mit der CDU eine nicht vom Wähler legitimierte Mehrheit anzustreben, und verteidigt zugleich den Anspruch des BSW, eine glaubwürdige Alternative in der brandenburgischen Politik zu bleiben. Ein Gespräch über Macht, Haltung – und die Zerreißprobe einer jungen Partei zwischen Anspruch und Realität.

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