Der Besuch ist ein Nachholtermin. Vorletzten Monat sollte Ahmed al-Scharaa im Kanzleramt empfangen werden, doch die innenpolitischen Spannungen in Syrien, vor allem der Konflikt mit den Kurden, waren offiziell der Grund für die Absage des syrischen Übergangspräsidenten.
Bereits im Januar protestierten zivilgesellschaftliche Organisationen gegen den Empfang eines Mannes, dessen Kampfname „al-Dschulani“ noch immer mit dem syrischen Ableger der Terrororganisation al-Kaida in Zusammenhang gebracht wird. Auch für diesen Montag sind im Berliner Regierungsviertel mehrere Versammlungen bei der Polizei angemeldet.
Das Timing könnte delikater kaum sein: Die Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran dominiert die Schlagzeilen und es besteht die Gefahr, dass das Thema, das für Deutschland innenpolitisch eines der drängendsten ist, zu einer Fußnote verkommt: die Frage, wann und wie die syrischen Geflüchteten in ihre Heimat zurückkehren.

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