Urlaub neu definiert

Wenn Ferienhäuser bezahlbar werden: Wie Co-Ownership den Traum der Urlaubsimmobilie neu definiert

Private Ferienhäuser bleiben oft ungenutzt - und für viele unerschwinglich. Co-Ownership bietet einen neuen Ansatz. Doch für wen eignet sich dieses Modell wirklich?

Ein eigenes Ferienhaus in der Toskana bleibt für die meisten Reisenden ein Traum.
Ein eigenes Ferienhaus in der Toskana bleibt für die meisten Reisenden ein Traum.Artists Eyes / unsplash

Ein Feriendomizil auf Mallorca, ein Chalet in den Alpen oder ein Landhaus in der Toskana - für viele Urlauber bleibt eine eigene Immobilie am Lieblingsreiseziel ein Luxustraum. Zu teuer, zu aufwendig, zu selten in der Nutzung. Doch ein neuer Ansatz sorgt dafür, dass dieser Traum etwas näher rücken könnte: Co-Ownership - ein Modell, bei dem die Ferienimmobilie gemeinsam erworben und finanziert wird, könnte das Bild vom eigenen Domizil am Urlaubsort grundlegend verändern und den Erwerb einer Ferienimmobilie für eine breitere Zielgruppe öffnen.

Co-Ownership statt Luxuspreis: Das Prinzip hinter dem Modell

Das Grundprinzip ist denkbar einfach: Eine hochwertige Ferienimmobilie wird nicht komplett von einer Einzelperson erworben, sondern geht anteilig an mehrere Eigentümer über, die die Finanzierung gemeinsam stemmen.

Jeder Käufer erwirbt einen Anteil, verbunden mit einer Teilverpflichtung am Kaufpreis, an laufenden Kosten und mit bestimmten Nutzungsrechten. Parallel übernimmt der Anbieter die Verwaltung, Koordination und Administration.

Die zentralen Vorteile des Modells lassen sich klar definieren:

So kann eine hochwertige Ferienimmobilie auch an hochpreisigen Standorten und besonders stark frequentierten Urlaubsregionen aus einer früher exklusiven Preisklasse herausgelöst und für mehrere Eigentümer gemeinsam erschwinglich gemacht werden.

Ein wesentlicher Faktor: Gerade in Zeiten hoher Immobilienpreise, steigender Zinsen und wachsender Unterhaltskosten gewinnt das Modell an Attraktivität, weil es das finanzielle Risiko für jeden Teileigentümer senkt und die Einstiegshürde deutlich reduziert.

Nutzung, Nachhaltigkeit und Effizienz: Warum geteiltes Eigentum neu gedacht werden sollte

Ein häufig unterschätztes Problem klassischer Ferienimmobilien: Meist stehen sie einen Großteil des Jahres leer und werden nur wochen- oder im besten Falle monateweise genutzt. Das führt nicht nur zu Kosten, sondern auch zu ungenutztem Potenzial.

„Aus eigener Erfahrung wissen wir, welche Hürden es beim Kauf und der Nutzung von Ferienimmobilien gibt", erklärt Nikolaus Thomale, Co-Founder von MYNE, Die meisten Ferienimmobilien werden pro Jahr nur 8 bis 10 Wochen durch die Eigentümer selbst genutzt. Trotzdem müssen Eigentümer bisher den gesamten Kaufpreis sowie die laufenden Kosten allein tragen."

Genau hier setzt das Geschäftsmodell von MYNE an, das das Konzept von Co-Ownership in den Fokus nimmt: Wenn mehrere Parteien eine Immobilie gemeinsam besitzen und die Nutzung koordinieren, sinkt der Leerstand, gleichzeitig steigt die Auslastung.

Das ist ökonomisch sinnvoll und gleichzeitig nachhaltiger. Statt viele einzelne, selten genutzte Immobilien gibt es weniger, dafür besser ausgelastete Häuser. Und das kann einen spürbaren Effekt auf Umwelt, Ressourcenverbrauch und auf die Wirtschaft von Regionen haben, die stark vom Tourismus abhängig sind. Durch den Kerngedanken von Co-Ownership wird der Traum von der eigenen Ferienimmobilie zu einem realisierbaren und langfristig tragbaren Projekt.

Ein Blick auf die Praxis des innovativen Konzeptes

01 Nutzungshäufigkeit

Wie oft im Jahr möchte ich die Immobilie selbst nutzen?

02 Flexibilität

Bin ich flexibel bei der Urlaubsplanung oder beispielsweise an Schulferien oder betriebliche Vorgaben gebunden?

03 Finanzielle Mittel

Welche finanziellen Mittel kann ich realistisch über mehrere Jahre aufbringen - inklusive laufender Kosten für Unterhalt, Steuern, Verwaltung und nötige Instandsetzungen?

04 Langfristige Planung

Geben mein Einkommen und meine Lebensumstände eine langfristige finanzielle Planung dieser Größenordnung her?


Nur mit einer auf realistischen Grundannahmen basierenden Einschätzung lässt sich beurteilen, ob der Einstieg über ein geteiltes Modell wirtschaftlich belastbar ist und den eigenen Vorstellungen von der Ferienimmobilie entspricht.

Für wen Co-Ownership eine sinnvolle Option ist

Co-Ownership eröffnet neue Möglichkeiten des Ferienhausbesitzes. Wie zielführend das Modell ist, hängt stark von persönlichen Gewohnheiten, finanziellen Rahmenbedingungen und der gewünschten Flexibilität ab. Wer versteht, welche Voraussetzungen das Konzept prägen und an welcher Stelle Herausforderungen auftreten können, gewinnt eine klare Orientierung.

Co-Ownership kann besonders attraktiv sein für:

Ein neues Kapitel für Ferienimmobilien

Das Teilen von Ferienimmobilien durch Co-Ownership ist ohne Zweifel eines der innovativsten Konzepte der Immobilienbranche der letzten Jahre. Es öffnet Türen für Menschen, deren Traum vom Ferienhaus bisher als unrealistisch galt, und bringt Effizienz und nachhaltige Nutzung in ein Segment, das lange mit hohen Kosten und oft ungenutzten Kapazitäten verbunden war.

Das Modell kann es eine wirtschaftlich sinnvolle, modern gedachte Alternative für Interessenten sein, die mit Augenmaß, Transparenz und klaren Erwartungen an das Projekt Ferienimmobilie herangehen möchten.

Die Recherche und Erstellung des Beitrags wurden durch eine externe Redakteurin vorgenommen und stammen nicht aus der eigenen Redaktion.