Zwölf Jahre lang habe ich auf Fleisch verzichtet. Zwölf Jahre lang habe ich automatisch die Speisekarte nach vegetarischen Optionen gescannt, die sehr verlockende Bratensoße der Oma schweren Herzens ignoriert, Fisch höflich abgelehnt – und dabei immer versucht, das Ganze so niederschwellig wie möglich zu halten.
Ich würde von mir selbst behaupten, nicht die militante, aufmüpfige Vegetarierin gewesen zu sein, die Konsum oder Nichtkonsum von Fleisch moralisch auflädt und zu Festtagen hitzige Debatten lostritt.