Die CDU hätte ihre helle Freude, forderte sie doch unlängst, dass Rentner zurück ins Arbeitsleben gehen, anstatt wohlverdient ihren Ruhestand zu genießen. Arnold Schwarzenegger macht’s vor: Der 77-Jährige will sich nicht mit dem Ruhm vergangener Tage begnügen und droht nun an, einen neuen Teil der Muscle-Fantasy-Schmonzette „Conan der Barbar“ auf die Leinwand zu bringen.
Wer sich nicht erinnern kann oder das Glück hat, nach 1982 geboren zu sein, hier ein kurzer Abriss der Handlung aus Teil 1: „Conan kommt aus dem Land Hyboria. Der Sohn eines Schmiedes erlebt als Kind, wie sein Dorf vom Schlangenkultführer Thulsa Doom, seinen Hauptmännern Rexor und Thorgrim und seinen Kriegern auf der Suche nach dem ‚Geheimnis des Stahls‘ überfallen wird. Conans Eltern und der Rest seines Stammes werden vor seinen Augen getötet, er selbst und die anderen Kinder werden versklavt und in den hohen Norden gebracht. Dort werden sie zu harter Arbeit gezwungen.“ So viel dazu.
Das Interessante an diesem B-Movie ist natürlich, dass es dem viel belächelten Muskelpaket und Mr. Universum aus der österreichischen Steiermark gelang, in Hollywood eine Ausnahmekarriere hinzulegen – und das mit der Mimik und dem Schauspieltalent einer Eckbank.
Mit der „Terminator“-Reihe schaffte es Schwarzenegger nicht nur in die A-Liste des Kinos, sondern wohl auch dank seiner Heirat mit Maria Shriver, der Tochter von Eunice Kennedy-Shriver, einer Schwester des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, in die amerikanische Politik: Am 17. November 2003 wurde der gebürtige Österreicher Arnold Schwarzenegger als 38. Gouverneur des Bundesstaates Kalifornien vereidigt. Seine Amtszeit war durchaus von Widersprüchen geprägt. Zum einen verteidigte Schwarzenegger vehement die Todesstrafe, zum anderen machte er sich für den Klimaschutz stark.
Nach seiner Amtszeit knüpfte Schwarzenegger, der auch als Gastronom mit den Restaurants Schatzi on Main und Planet Hollywood Erfolge feierte, erneut an seine Schauspielkarriere an, am erfolgreichsten natürlich wieder als „Terminator“ („Dark Fate“, 2019), dem Schwarzenegger schlauerweise mit viel Ironie und Herzenswärme einen neuen Anstrich verpasste.
